Schmortopf-Rezepte aus dem Römertopf

Schmorgerichte gelingen im Römertopf fast von allein: Den gewässerten Topf mit Fleisch, Gemüse und etwas Flüssigkeit füllen, Deckel drauf und ab in den kalten Ofen. Bei 160–200 °C schmoren Gulasch, Braten und Rouladen in 1,5 bis 3 Stunden butterzart – ohne Umrühren und Nachgießen. Hier findest du über 40 Schmortopf-Rezepte.

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Schmoren im Römertopf: so geht's

  1. Wässern: Den unglasierten Römertopf 10–15 Minuten in kaltes Wasser legen.
  2. Einfüllen: Fleisch, Gemüse und Gewürze in den Topf geben. Anbraten in der Pfanne bringt Röstaromen, ist aber kein Muss.
  3. Wenig Flüssigkeit: Brühe, Wein oder Bier angießen – weniger als im Topf auf dem Herd, denn im geschlossenen Ton verdampft kaum etwas.
  4. Kalt starten: Mit Deckel auf den Rost in den kalten Ofen stellen, dann einschalten.
  5. Schmoren lassen: Temperatur und Zeit je nach Gericht, siehe Tabelle. Für eine Kruste den Deckel 15–20 Minuten vor Ende abnehmen.

Temperatur und Schmorzeit nach Gericht

Richtwerte aus unseren Rezepten, Ober-/Unterhitze, Zeit ab kaltem Ofen:

GerichtTemperaturSchmorzeitRezept
Ungarisches Gulasch180 °Cca. 2,5 Std.Ungarisches Gulasch
Rinderbraten200 °Cca. 2,5 Std.Rinderbraten
Sauerbraten180 °Cca. 2,5 Std.Sauerbraten rheinische Art
Schäufele200 °Cca. 2,5 Std.Schäufele
Boeuf Bourguignon160 °Cca. 2 Std.Boeuf Bourguignon
Schweinebäckchen180 °C2–2,5 Std.Schweinebäckchen
Rinderrouladen180 °Cca. 1,5 Std.Klassische Rinderrouladen

Weitere Garzeiten für Fleisch, Geflügel und Gemüse stehen in der Garzeiten-Tabelle.

Welches Fleisch eignet sich zum Schmoren?

Am besten Stücke mit Bindegewebe: Rinderschulter und Wade für Gulasch, Oberschale für Rouladen, Schweinenacken, Schäufele und Schweinebäckchen, Lammkeule. Beim langen, feuchten Garen wird das Bindegewebe weich – genau das macht Schmorfleisch so zart. Magere Stücke wie Filet brauchen kürzere Zeiten. Schmorfleisch vom Metzger mit eigener Schlachtung – etwa handgeschnittenes Gulasch, Rouladen, eingelegten Sauerbraten oder Ochsenbäckchen – gibt es bei Oberpfalz Beef (Anzeige).

Römertopf oder Gusseisen-Schmortopf?

Beides sind Schmortöpfe, sie arbeiten aber verschieden. Im Gusseisentopf brätst du direkt auf dem Herd an, auch auf Induktion, und schmorst dann im Ofen weiter – Wässern ist dort nicht nötig. Der Römertopf aus Ton wird gewässert und startet im kalten Ofen; der Dampf aus dem Ton hält das Fleisch besonders saftig. Mehr zu Wässern und Pflege im Römertopf-Ratgeber.

Häufige Fragen

Was ist ein Schmortopf?

Ein Topf mit dicht schließendem Deckel, in dem Fleisch und Gemüse langsam in wenig Flüssigkeit garen. Der Römertopf ist ein Schmortopf aus Ton: Er wird gewässert und gart im Ofen mit Dampf.

Bei welcher Temperatur schmort man im Römertopf?

Unsere Schmorgerichte garen bei 160–200 °C Ober-/Unterhitze, je nach Gericht 1,5 bis 3 Stunden. Der Topf kommt immer in den kalten Ofen.

Muss man Fleisch vor dem Schmoren anbraten?

Anbraten in der Pfanne bringt Röstaromen, ist im Römertopf aber kein Muss. Rezepte wie das Zwiebelfleisch kommen roh in den Topf und werden trotzdem aromatisch.

Wie viel Flüssigkeit braucht man beim Schmoren im Römertopf?

Weniger als im Topf auf dem Herd, weil im geschlossenen Tontopf kaum etwas verdampft. Das Fleisch muss nicht mit Flüssigkeit bedeckt sein.

Welches Fleisch eignet sich zum Schmoren?

Stücke mit Bindegewebe wie Rinderschulter, Wade, Schweinenacken, Schweinebäckchen oder Lammkeule. Sie werden beim langen, feuchten Garen zart.

Römertopf oder Gusseisen-Schmortopf – was ist der Unterschied?

Im Gusseisentopf brätst du direkt auf dem Herd an, auch auf Induktion, und schmorst ohne Wässern im Ofen weiter. Der Römertopf wird gewässert und startet im kalten Ofen.

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