Kaninchen mit Orangen und Fenchel – ein festliches Schmorgericht aus dem Tontopf

Kaninchen mit Orangen, Fenchel und schwarzen Oliven in aromatischer Tomatensauce auf einem geblümten Teller von Moritz und Moritz, dazu Weißbrot und Orangenscheibe

Kaninchen mit Orangen und Fenchel: wenn Schmorküche auf Eleganz trifft

Kaninchen ist eines der zartesten Schmorgerichte überhaupt. In Kombination mit frischen Orangen, Fenchel, Datterini-Tomaten und einer Prise Zimt entsteht ein Gericht, das mediterrane Wärme und festliche Eleganz in sich vereint. Der Classico Bräter schafft dabei das ideale Garklima: gleichmäßige Hitze, feuchter Dampf, zartes Fleisch.

Dieses Rezept ist ein echter Hingucker auf der Festtafel – besonders zu Ostern, wenn Kaninchen Saison hat. Dabei ist es einfacher als es klingt. Denn der Tontopf übernimmt nach dem Anbraten den Großteil der Arbeit. Außerdem sorgt das Zusammenspiel aus Orangenfilets, Oliven, Ahornsirup und Weißwein für eine Sauce, die man am liebsten löffelweise trinken möchte. Das Gericht wurde auf einem wunderschönen Teller von Moritz und Moritz angerichtet – und der Frühling strahlt regelrecht vom Tisch.

Warum Kaninchen so gut in den Tontopf passt

Kaninchenfleisch ist mager und fein im Geschmack. Deshalb braucht es ein schonendes Garklima, das das Fleisch nicht austrocknet. Genau das bietet der gewässerte Tontopf. Der Dampf, der beim Garen entsteht, hält das Fleisch saftig. Gleichzeitig konzentrieren sich die Aromen im geschlossenen Topf, sodass die Sauce besonders tief und vollmundig wird.

Eine Kombination mit Geschichte

Kaninchen mit Orangen ist ein Klassiker der italienischen und südfranzösischen Küche. Besonders in der Toskana und in der Provence verbindet man süßlich-fruchtiges Aroma mit zartem Fleisch. Der Zimt ist dabei kein Zufall – er bringt eine wärmende, leicht orientalische Tiefe ins Spiel, die das Gericht von einem simplen Schmorhähnchen klar unterscheidet. Wer regionales, besonders hochwertiges Fleisch sucht, findet bei Oberpfalz Beef auch Kaninchen aus artgerechter Haltung.

Die Orange – in drei Rollen

Die Orange übernimmt in diesem Rezept gleich drei Aufgaben, und das macht sie so unverzichtbar. Erstens gibt die Schale ihre ätherischen Öle beim Schmoren langsam an die Sauce ab. Dadurch zieht ein feines Zitrusaroma durchs gesamte Gericht, ohne zu aufdringlich zu wirken.

Zweitens gibt der frisch gepresste Saft von zwei Orangen der Sauce eine fruchtige Säure, die die Tiefe der Tomaten ausbalanciert. Drittens kommen die zart geschnittenen Orangenfilets erst in den letzten zehn Minuten des Garens dazu. So bleiben sie frisch, setzen beim Anrichten einen fruchtigen Akzent und bringen ein letztes Quäntchen Süße ins Spiel. Zusammen mit den Orangenzesten als Topping ergibt das eine aromatische Klammer, die das Gericht zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk macht.

Geschmortes Kaninchen mit Fenchel und Orangen im geöffneten Römertopf Classico Bräter, daneben eine Portion auf einem geblümten Teller angerichtet

Fenchel – der unterschätzte Schmorpartner

Fenchel und Kaninchen sind eine Kombination, die in der mediterranen Küche eine lange Tradition hat. Beim langen Schmoren verliert der Fenchel seine rohe Anisschärfe vollständig. Stattdessen wird er weich, leicht karamellig und mild. Sein Aroma ergänzt die Orangennote des Gerichts auf wunderschöne Weise, denn beides bringt eine fein-fruchtige Süße mit.

Wer Fenchel beim Einkauf mit Grün findet, legt das Grün nach dem Abzupfen in kaltes Wasser. Dadurch hält es seine Frische bis zum Anrichten. Als Topping fein gezupft oder grob gehackt gibt es dem fertigen Gericht eine kräuterige Frische, die hervorragend zum aromatischen Sud passt. Wer kein Fenchelgrün bekommt, ersetzt es problemlos durch glatte Petersilie.

Kaninchen mit Orangen und Fenchel

Rezept von Römertopf Rezeptwelt
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Küche: Mediterran, ItalienischSchwierigkeit: Mittel
Portionen

4

Portionen
Zubereitungszeit

30

Minuten
Kochzeit

2

Stunden 
Kalorien

545

kcal
Gesamtzeit

2

Stunden 

30

Minuten

Kaninchen mit Orangen und Fenchel – aromatisch geschmort im Classico Bräter mit Datterini-Tomaten, Zimt, Weißwein, schwarzen Oliven und Ahornsirup. Ein festliches Schmorgericht, das besonders zu Ostern glänzt und mit Orangenfilets und Fenchelgrün angerichtet wird.

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Zutaten

  • 6 Kaninchenkeulen (je ca. 200 g)

  • 800 g Datterini-Tomaten (Dose)

  • 3 Bio-Orangen (Saft, Abrieb, Schale und Filets)

  • 2 Lorbeerblätter

  • 1 Zimtstange

  • einige Stiele Thymian

  • 250 g Schalotten

  • 8 Knoblauchzehen

  • 350 g Fenchelknolle mit Grün

  • 100 g Oliven, schwarz

  • 150 ml Weißwein, trocken

  • 1 EL Ahornsirup

  • 1 TL Paprikapulver edelsüß

  • etwas Olivenöl

  • 1 Prise Salz

  • 1 Prise Pfeffer

Anleitung

  • Eine Orange waschen und die Schale ohne weiße Haut in langen Streifen abschälen, das Fruchtfleisch in Filets schneiden. Aus 2 Orangen Saft auspressen, vorher Zesten für das Topping herstellen.
  • Knoblauch schälen und andrücken. Schalotten am Wurzelansatz zusammenhaltend schälen. Fenchelgrün abzupfen und in kaltes Wasser legen. Den Fenchel längs halbieren und in 6–8 Spalten schneiden.
  • Kaninchenkeulen mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. In Olivenöl zusammen mit Thymianzweigen und Knoblauch rundum anbraten. Herausnehmen und mit Thymian und Knoblauch in den Römertopf geben.
  • Schalotten und Fenchel im Bratensatz mit Ahornsirup anrösten, mit Weißwein ablöschen. Tomaten, Zimt, Lorbeer, Orangenschalen, Oliven und Orangensaft hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und das Gemüse um die Keulen verteilen.
  • Deckel aufsetzen, in den kalten Ofen stellen und bei 200 °C Ober-/Unterhitze ca. 2 Stunden schmoren.
  • 10 Minuten vor Ende die Orangenfilets auf dem Gericht verteilen, Deckel abnehmen und offen fertig garen.
  • Auf Tellern mit Orangenzesten und Fenchelgrün anrichten. Mit Weißbrot oder Pasta servieren.
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Zimt, Oliven und Ahornsirup – die Tiefenschichten

Was dieses Gericht von einem gewöhnlichen Hähnchenschmortopf unterscheidet, sind die drei unerwarteten Aromakick-Zutaten. Die Zimtstange gibt beim langen Schmoren eine wärmende, fast orientalische Tiefe, die man am Ende nicht direkt herausschmeckt, aber deutlich spürt wenn sie fehlt. Außerdem harmoniert Zimt mit Orange auf klassisch-arabische Weise.

Die schwarzen Oliven bringen eine würzig-salzige Note ins Spiel. Sie balancieren die Fruchtsüße der Orange aus und geben der Sauce Komplexität. Wer keine schwarzen Oliven mag, kann sie durch Kalamata-Oliven ersetzen – die haben ein noch intensiveres Aroma. Der Ahornsirup schließlich gibt beim Anrösten des Gemüses eine leichte Karamellisierung. Dadurch entwickeln Schalotten und Fenchel beim Rösten mehr Tiefe und eine schöne goldbraune Farbe, bevor der Weißwein ablöscht.

Anrichten und Servieren wie ein Profi

Das Anrichten dieses Gerichts ist fast ebenso schön wie das Zubereiten. Zunächst kommen die Kaninchenkeulen auf vorgewärmte Teller. Drumherum verteilt man Fenchelspalten, Schalotten, Oliven und Orangenfilets. Den aromatischen Sud schöpft man großzügig darüber – er ist die Seele des Gerichts und sollte keinesfalls im Topf bleiben.

Als finales Topping kommen frisch gezupftes Fenchelgrün und Orangenzesten obendrauf. Beides sorgt für Frische, Farbe und einen letzten Aromenakzent. Als Beilage passt ein gutes Weißbrot ideal, das den herrlichen Sud aufnimmt. Auch Pasta oder Polenta harmonieren wunderbar. Wer Weißbrot selbst backen möchte, findet bei Brot-backen.de viele Rezepte für aromatische Begleitbrote, die diesem Festgericht würdig sind.

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Häufig gestellte Fragen zum Kaninchen mit Orangen und Fenchel

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