Szegediner Gulasch nach ungarischer Art mit Kick

Bild 1: Szegediner Gulasch mit Sauerkraut in weißer Schale, garniert mit Joghurt, Sambal Oelek und Schnittlauch, daneben geröstetes Brot

Szegediner Gulasch: Ungarischer Klassiker mit Sauerkraut und asiatischer Schärfe

Szegediner Gulasch zählt zu den bekanntesten Schmorgerichten der ungarischen Küche. Zartes Schweinefleisch schmort gemeinsam mit Sauerkraut, geräuchertem Speck und einer kräftigen Paprika-Sauce, bis alles butterweich wird. Genau diese Kombination aus Fleisch, Kraut und Rauchnote macht das Gericht so beliebt – und unterscheidet es deutlich vom klassischen Gulasch ohne Kraut.

In diesem Rezept bekommt der ungarische Klassiker zusätzlich einen kleinen Asia-Kick. Ein Löffel Sambal Oelek wandert direkt in die Sauce, ein weiterer landet als Topping auf dem fertigen Gericht. Dadurch entsteht eine feine, angenehme Schärfe, die das würzige Kraut und das zarte Fleisch wunderbar ergänzt. Wer die Schärfe lieber dezent hält, reduziert einfach die Menge im Topping.

Gekocht wird das gesamte Gericht im Multi-Bräter. Das hat gleich mehrere Vorteile: Speck und Fleisch lassen sich direkt im selben Topf anbraten, die Röstaromen bleiben erhalten und wandern beim Ablöschen direkt in die Sauce. Anschließend übernimmt der geschlossene Deckel die Arbeit – er hält die Feuchtigkeit im Topf und sorgt für ein gleichmäßiges, schonendes Schmoren, ohne dass ständig kontrolliert oder umgerührt werden muss.

Besonders macht dieses Rezept außerdem die Ablöschflüssigkeit. Statt Wein oder reiner Brühe kommt naturtrüber Apfelsaft zum Einsatz. Er bringt eine dezente Fruchtnote mit, die die Säure des Sauerkrauts sanft ausgleicht, ohne das Gericht süß schmecken zu lassen. Kurz vor dem Servieren sorgt ein Klecks Joghurt für eine angenehme Frische und mildert die Schärfe des Sambal Oelek zusätzlich ab.

Serviert wird das Szegediner Gulasch klassisch mit frischem Brot, kann aber ebenso gut mit Knödeln oder Salzkartoffeln aufgetischt werden. Wer mag, richtet das Gericht in flachen Schalen an – so kommt die kräftige rote Farbe der Sauce optisch besonders gut zur Geltung.

Sauerkraut und Paprika: Die geschmackliche Basis des Szegediner Gulaschs

Sauerkraut ist das entscheidende Zutat, die dieses Gulasch von anderen Schmorgerichten unterscheidet. Es bringt eine milde Säure mit, die während des Schmorens langsam in die gesamte Sauce übergeht und ihr Tiefe verleiht. Damit das Kraut seine Struktur behält und nicht zu weich zerfällt, wird es bewusst erst später zum Fleisch gegeben, nicht von Beginn an.

Edelsüßes Paprikapulver übernimmt gleich zwei Aufgaben in diesem Rezept. Es verleiht der Sauce ihre kräftige, rote Farbe und sorgt gleichzeitig für ein mildes, warmes Aroma, das nicht scharf, sondern rund schmeckt. Zusammen mit gemahlenem Kümmel entsteht dadurch die typische Würzung, die klassisches ungarisches Gulasch unverwechselbar macht. Wichtig ist, dass das Paprikapulver nicht zu heiß angebraten wird, da es sonst schnell bitter werden kann.

Auch die Reihenfolge beim Anbraten beeinflusst das Endergebnis deutlich. Zuerst wird der Speck im Multi-Bräter knusprig ausgelassen und beiseitegestellt, danach folgt das Fleisch, das im ausgelassenen Fett scharf angebraten wird. Durch diesen Schritt entwickeln sich kräftige Röstaromen, die später beim Ablöschen direkt in die Sauce übergehen und ihr zusätzliche Würze verleihen. Wer auf Speck verzichten möchte, kann diesen Schritt problemlos auslassen – das Gericht bleibt dennoch aromatisch und herzhaft.

Bild 2: Weißer Römertopf Multi-Bräter mit Deckel neben angerichtetem Szegediner Gulasch in Moritz und Moritz Schale

Apfelsaft und Joghurt: Der besondere Kniff im Rezept

Statt Wein kommt in diesem Rezept naturtrüber Apfelsaft als Ablöschflüssigkeit zum Einsatz. Diese Zutat ist ungewöhnlich für ein klassisches Gulasch, funktioniert aber hervorragend: Der Apfelsaft bringt eine dezente, fruchtige Süße mit, die die Säure des Sauerkrauts sanft ausbalanciert, ohne das Gericht insgesamt süß schmecken zu lassen. Gleichzeitig macht diese Zutat das Rezept für alle zugänglich, die auf Alkohol im Essen verzichten möchten.

Der Apfelsaft kommt gleich zweimal zum Einsatz: Einmal beim Ablöschen des Bratansatzes vom Fleisch, ein weiteres Mal beim Ablöschen der angeschwitzten Zwiebeln und Gewürze zusammen mit der Rinderbrühe. Dadurch verteilt sich die Fruchtnote gleichmäßig in der gesamten Sauce, statt nur punktuell aufzutauchen.

Joghurt übernimmt im fertigen Gericht eine ganz andere Rolle. Er wird nicht mitgekocht, sondern erst beim Anrichten als Topping verwendet. Dadurch bleibt er kühl und cremig und bildet einen angenehmen Kontrast zur warmen, würzigen Sauce. Zusätzlich mildert der Joghurt die Schärfe des Sambal Oelek im Topping ab, sodass jeder Löffel Gulasch geschmacklich ausgewogen bleibt. Wer es milder mag, reduziert einfach die Menge an Sambal Oelek im Topping, wer es schärfer mag, erhöht sie entsprechend.

Szegediner Gulasch

Rezept von Römertopf Rezeptwelt
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Küche: UngarischSchwierigkeit: Mittel
Portionen

3

Portionen
Zubereitungszeit

20

Minuten
Kochzeit

1

Stunde 
Kalorien

480

kcal
Gesamtzeit

1

Stunde 

20

Minuten

Szegediner Gulasch mit Sauerkraut, Speck und einem Hauch Sambal Oelek. Geschmort im Multi-Bräter, verfeinert mit Apfelsaft und Joghurt. Ein herzhaftes Schmorgericht mit asiatischer Note.

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Zutaten

  • 800 g Schweinefleisch (z.B. Oberschale), gewürfelt

  • 100 g geräucherter Speck, gewürfelt

  • 3 Zwiebeln, in Würfel oder Ringe geschnitten

  • 300 g Sauerkraut, klein geschnitten

  • 2 Knoblauchzehen, gehackt oder gepresst

  • 3 EL Butter

  • 2 TL Kümmel, gemahlen

  • 1.5 EL Paprikapulver, edelsüß

  • 1 EL Sambal Oelek

  • Sambal Oelek für das Topping

  • Salz, nach Geschmack

  • 2 EL Mehl

  • 500 ml Rinderbrühe

  • 250 ml Apfelsaft, naturtrüb

  • 150 g Joghurt, 10%

Anleitung

  • Speck im Multi-Bräter mit etwas Butter knusprig braten und beiseitestellen.
  • Fleisch im selben Topf mit etwas Butter, 1 TL Kümmel und Salz scharf anbraten und herausnehmen.
  • Bratansatz mit etwas Apfelsaft ablöschen und zum Fleisch geben.
  • Zwiebeln und Knoblauch in Butter anbraten, restlichen Kümmel, Paprikapulver, 1 EL Sambal Oelek und Mehl unterrühren.
  • Mit Rinderbrühe und restlichem Apfelsaft ablöschen.
  • Fleisch zurück in den Topf geben, aufkochen und mit Deckel 30 Minuten bei niedriger Hitze schmoren lassen.
  • Speck und Sauerkraut zufügen und weitere 30 Minuten schmoren lassen. Nach Geschmack abschmecken.
  • Auf Tellern mit Joghurt und Sambal Oelek anrichten.
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Der Multi-Bräter als idealer Topf für Schmorgerichte

Schmorgerichte wie das Szegediner Gulasch benötigen gleichmäßige Hitze und eine lange, schonende Garzeit. Genau diese Bedingungen bietet der Multi-Bräter. Sein gut schließender Deckel hält die entstehende Feuchtigkeit im Topf, wodurch das Fleisch besonders zart wird und die Sauce nur langsam einreduziert, statt zu schnell anzudicken oder auszutrocknen.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich bereits zu Beginn der Zubereitung: Sowohl der Speck als auch das Fleisch lassen sich direkt im selben Topf scharf anbraten, bevor der eigentliche Schmorprozess beginnt. Das spart nicht nur zusätzliches Geschirr, sondern sorgt auch dafür, dass sämtliche Röstaromen im Topf verbleiben. Beim anschließenden Ablöschen mit Apfelsaft und Brühe lösen sich diese Aromen vom Topfboden und gehen vollständig in die Sauce über.

Auch während der eigentlichen Schmorzeit zeigt sich die Stärke des Multi-Bräters. Bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel gart das Fleisch über insgesamt eine Stunde gleichmäßig durch, ohne dass ständiges Rühren oder Kontrollieren notwendig wäre. Das macht dieses Rezept auch für Tage geeignet, an denen nebenbei noch andere Dinge erledigt werden müssen.

Varianten und passende Beilagen zum Szegediner Gulasch

Dieses Rezept lässt sich an unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben anpassen, ohne dass der grundlegende Charakter des Gerichts verloren geht. Statt Butter kann beispielsweise Schweineschmalz verwendet werden, was dem Gulasch eine zusätzliche, rustikale Tiefe verleiht. Wer es etwas milder und neutraler mag, greift stattdessen zu einem geschmacksneutralen Pflanzenöl. Beide Varianten funktionieren im Rezept gleichermaßen gut und verändern lediglich die geschmackliche Nuance, nicht die grundlegende Zubereitung.

Auch bei der Schärfe lässt sich das Gericht flexibel anpassen. Wer Sambal Oelek komplett weglässt, erhält ein klassischeres, milderes Szegediner Gulasch. Wer stattdessen mehr davon verwendet, verstärkt die asiatische Note deutlich. Diese Flexibilität macht das Rezept auch für Familien mit unterschiedlichen Schärfe-Vorlieben praktikabel, da sich das Topping individuell dosieren lässt.

Bei den Beilagen bietet sich vor allem frisches Brot an, das die kräftige Sauce optimal aufsaugt. Besonders gut passt dazu ein rustikales Sauerteigbrot mit knuspriger Kruste – Anleitungen und weiterführende Rezepte dafür finden sich beispielsweise bei Brot-backen.de. Alternativ eignen sich auch klassische Knödel oder Salzkartoffeln als Beilage, je nachdem, ob ein eher deftiges oder ein leichteres Gesamtgericht gewünscht ist.

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Häufig gestellte Fragen zum Szegediner Gulasch

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