Zart geschmorte Rehkeule mit Rotwein-Wildsoße
Rehkeule ist ein Braten für Herbst und Weihnachten. Im gewässerten Römertopf gart das magere Rehfleisch im eigenen Dampf und trocknet nicht aus. Dazu gibt es eine fruchtige Wildsoße mit Rotwein, Wacholder und Heidelbeermarmelade.
Auf einen Blick: Rehkeule wird angebraten und auf Knollensellerie, Pastinake, Möhren und Zwiebeln mit Tomatenmark, Rotwein, Tomaten, Wildfond, Thymian und Wacholder im gewässerten Römertopf geschmort, kalter Ofen, 200 °C Ober-/Unterhitze rund 2 Stunden. Gesamtzeit etwa 2,5 Stunden, 4 Portionen, rund 520 kcal pro Portion.
Du brätst die Keule rundherum an, röstest Gemüse und Tomatenmark und löschst mit Rotwein ab. Mit Tomaten und Wildfond wird daraus die Schmorflüssigkeit. Nach dem Garen passierst du die Soße, rührst die Heidelbeermarmelade ein und lässt sie einkochen oder bindest sie mit etwas Stärke. Wie das Abbinden geht, zeigen wir im Video.
Die Rehkeule kannst du am Ende im Ganzen servieren oder in Tranchen schneiden und mit der Soße übergießen. Wir haben uns für Rosenkohl und Spätzle als Beilage entschieden – ebenso gut passen Rotkohl, Semmel- oder Kartoffelknödel und Preiselbeeren.
Ablauf und Garzeit
| Schritt | Angabe |
|---|---|
| Römertopf wässern | mindestens 10 Minuten |
| Rehkeule (1–1,5 kg) | Silberhaut entfernen, salzen, rundherum anbraten |
| Ofen | kalt starten, 200 °C Ober-/Unterhitze |
| Garzeit | ca. 2 Stunden mit Deckel |
| Soße | passieren, Heidelbeermarmelade einrühren, einkochen oder binden |
| Gesamtzeit | ca. 2,5 Stunden für 4 Portionen |
Woran du erkennst, dass die Rehkeule fertig ist
Die Keule ist gar, wenn sich eine Fleischgabel ohne Widerstand hineinstechen lässt und das Fleisch am Knochen nachgibt. Ist sie nach 2 Stunden noch fest, schmorst du sie mit Deckel 15–20 Minuten weiter. Stell den heißen Römertopf danach auf ein Holzbrett oder ein trockenes Tuch, nicht auf eine kalte oder nasse Fläche – sonst kann der Ton springen.
Rehkeule mit oder ohne Knochen?
Für dieses Rezept eignet sich eine Rehkeule mit oder ohne Knochen von etwa 1 bis 1,5 kg. Mit Knochen wird der Braten besonders aromatisch, ohne Knochen lässt er sich leichter anbraten und tranchieren. Wichtig ist, die Silberhaut und grobe Sehnen vorher sorgfältig zu entfernen – sonst zieht sich das Fleisch beim Garen zusammen und wird zäh. Viele Metzger und Wildhändler erledigen das auf Wunsch für dich.
Anbraten oder direkt in den Römertopf?
Das Anbraten sorgt für Röstaromen, die später in der Soße den Unterschied machen. Wenn es schnell gehen soll, kannst du die Rehkeule aber auch ohne Anbraten direkt auf das Gemüse in den Römertopf legen und mit der Soße übergießen. Die Soße wird dann etwas milder – ein Löffel mehr Tomatenmark und etwas mehr Wildfond gleichen das aus.
Weitere Wildgerichte aus dem Römertopf
Du magst Wild? Dann probiere auch unser Wildschweingulasch mit Schokolade und Heidelbeeren oder den in Buttermilch gebeizten Wildschweinbraten. Als Beilage passt Rotkohl aus dem Römertopf, Richtwerte für andere Braten stehen in der Garzeiten-Tabelle.
Alle Wild-Rezepte aus dem Römertopf findest du in unserer Übersicht.
Das passende Rezeptvideo zur Rehkeule findest du auf YouTube.





