Lasagne aus dem Römertopf gelingt so: Du schichtest selbst gemachte Nudelplatten, Hackfleischsoße, Béchamel und geriebenen Käse in den gewässerten Römertopf und stellst ihn in den kalten Backofen. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze backt die Lasagne 40 bis 50 Minuten, bis sie oben goldbraun ist. Für 4 Portionen rechnest du mit rund 70 Minuten inklusive Vorbereitung.
| Auf einen Blick | |
|---|---|
| Portionen | 4 |
| Vorbereitung | 30 Minuten, Teig ruht 30 Minuten |
| Backzeit | 40 bis 50 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze, Start im kalten Ofen |
| Topf | Römertopf aus Ton, etwa 15 Minuten gewässert |
| Fertig, wenn | die Käseschicht goldbraun ist und die Soße an den Rändern blubbert |
| Tipp | vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen |
Wie lange muss Lasagne im Römertopf backen?
Im Römertopf braucht die Lasagne 40 bis 50 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze. Der Topf kommt in den kalten Backofen und erwärmt sich zusammen mit ihm, die Aufheizzeit ist in diesen Angaben schon enthalten. So nimmt der Ton keinen Schaden durch einen plötzlichen Temperatursprung. Mit selbst gemachten, frischen Nudelplatten reicht meist die kürzere Zeit, bei einer hohen Form oder vielen Schichten eher die längere.
Fertig ist die Lasagne, wenn die Käseschicht goldbraun ist, die Soße an den Rändern leicht blubbert und sich ein Messer in der Mitte ohne Widerstand durch die Nudelplatten schieben lässt. Bräunt der Käse zu schnell, legst du für die letzten Minuten ein Stück Backpapier darüber. Nimm die Lasagne nach dem Backen heraus und lass sie zehn Minuten ruhen. In dieser Zeit setzen sich die Schichten, und du kannst saubere Stücke schneiden, statt dass alles auseinanderläuft. Der gewässerte Ton gibt beim Backen etwas Feuchtigkeit ab. Deshalb trocknen die Ränder nicht aus, und die unterste Schicht brennt nicht an.
Wie macht man Nudelplatten für Lasagne selbst?
Für frische Lasagneplatten brauchst du nur 200 g Mehl, zwei Eier, eine Prise Salz und 80 ml Wasser. So gehst du vor:
- Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Er sollte nicht zu trocken sein, aber auch nicht an den Händen kleben.
- Den Teig abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Portionsweise auf einer bemehlten Fläche oder mit der Nudelmaschine dünn ausrollen.
- Die Platten auf die Größe des Römertopfs zuschneiden.
- Direkt verarbeiten, ein Vorkochen ist nicht nötig.
Halte immer etwas Mehl zum Bestäuben bereit, damit die Platten nicht aneinanderkleben. Eine Nudelmaschine erleichtert die Arbeit, ein Nudelholz funktioniert aber genauso. Wichtig ist nur, dass der Teig schön dünn wird, etwa einen Millimeter. Dicke Platten bleiben auch nach dem Backen fest und gummiartig. Du kannst die Platten nebenbei direkt schichten, während du die restlichen Teigportionen ausrollst. Frische Platten nehmen die Soße besser auf als getrocknete und werden besonders zart.
Übrig gebliebener Teig lässt sich in Streifen schneiden und als Bandnudeln kochen.
Wie gelingt die Hackfleischsoße für Lasagne?
Das Herzstück jeder guten Lasagne ist die Hackfleischsoße. Nimm das Hackfleisch vorab aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur annimmt und in der Pfanne besser bräunt. Gut geeignet ist gemischtes Hackfleisch vom Rind und Schwein (Anzeige) (Anzeige), es bringt Geschmack und genug Fett für eine saftige Soße. Reines Rinderhack wird etwas kräftiger, reines Schweinehack milder.
Erhitze Öl in einem Topf und brate die fein gewürfelten Schalotten zusammen mit dem Hackfleisch krümelig an. Rühre Tomatenmark, dunklen Balsamico und Zucker unter und lösche mit einer Dose gehackter Tomaten ab. Mit Oregano, Salz und Pfeffer gewürzt, lässt du die Soße einige Minuten köcheln, bis sie etwas eindickt. Sie sollte nicht zu flüssig sein, sonst wird die Lasagne beim Anschneiden wässrig. Wer mag, verfeinert die Soße mit einem Schuss Rotwein, der beim Köcheln einkocht. Der Balsamico sorgt für eine feine Säure, der Zucker gleicht die Säure der Tomaten aus. Beides zusammen gibt der Soße Tiefe, obwohl sie nur kurz köchelt.
Die Soße kannst du auch am Vortag kochen, über Nacht im Kühlschrank ziehen die Aromen noch besser durch.
Wie bereitest du Béchamelsoße ohne Klümpchen zu?
Die Béchamelsoße macht die Lasagne cremig und verbindet die Schichten. Stell alle Zutaten vorher griffbereit neben den Herd, denn es muss zügig gehen. Schmelze zwei Esslöffel Butter in einem kleinen Topf. Sobald sie sprudelt, gibst du zwei Esslöffel Mehl dazu und verrührst alles mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse.
Gieße dann unter ständigem Rühren nach und nach 300 ml Milch dazu. Wenn du die Milch in kleinen Portionen zugibst und jedes Mal glatt rührst, entstehen keine Klümpchen. Lass die Soße unter Rühren kurz aufkochen, bis sie andickt, und schmecke sie mit Salz, Pfeffer und einer Messerspitze Muskatnuss ab. Kalte Milch zu einer heißen Mehlschwitze funktioniert dabei besonders gut. Bilden sich doch Klümpchen, gießt du die Soße durch ein feines Sieb. Etwas frisches Basilikum unter die Béchamel gerührt bringt eine frische, sommerliche Note in die Lasagne.
Die Béchamel darf etwas flüssiger sein als eine Soße zum Servieren, denn die Nudelplatten nehmen beim Backen Flüssigkeit auf.
In welcher Reihenfolge schichtest du die Lasagne?
Die richtige Schichtung sorgt dafür, dass die Lasagne gleichmäßig gart und gut zusammenhält:
- Unten etwas Hackfleischsoße, damit die erste Nudelplatte nicht direkt auf dem Ton liegt.
- Dann im Wechsel Nudelplatten, Hackfleischsoße, Béchamel und etwas Käse.
- Je nach Größe des Römertopfs ergeben sich drei bis vier Lagen.
- Zum Abschluss eine Lage Nudelplatten, darüber Béchamel und den restlichen Käse.
Beim Käse bist du flexibel. Cheddar wird würzig und bräunt schön, Mozzarella zieht lange Fäden, Emmentaler oder Gouda schmelzen gleichmäßig. Ein paar Löffel geriebener Parmesan auf der obersten Schicht sorgen für eine besonders krosse Kruste.
Verteile die Soßen bis an den Rand, damit auch die Ecken saftig werden und die Nudelplatten dort nicht hart bleiben. Die Platten dürfen sich leicht überlappen, Lücken füllst du mit zurechtgeschnittenen Teigresten. Drück jede Lage sanft an, so entstehen keine Lufteinschlüsse. Achte darauf, dass du mit der Hackfleischsoße sparsam beginnst, damit sie für alle Lagen reicht. Bleibt am Ende Béchamel übrig, verteilst du sie großzügig auf der obersten Schicht.
Wie gelingt eine vegetarische Lasagne im Römertopf?
Statt Hackfleisch kannst du die Soße auch mit Gemüse oder Hülsenfrüchten zubereiten. Gut eignen sich rote Linsen, die in der Tomatensoße weich werden und eine ähnliche Konsistenz wie Hackfleisch bekommen. Rechne für vier Portionen mit etwa 150 g Linsen und etwas mehr Flüssigkeit, weil die Linsen Wasser aufnehmen. Auch fein gewürfelte Zucchini, Karotten und Champignons ergeben eine kräftige Gemüsesoße.
Eine Spinat-Lasagne ist ebenfalls schnell gemacht: Blattspinat kurz mit Knoblauch andünsten, gut ausdrücken und mit Ricotta oder Feta zwischen die Schichten geben. Die Béchamel bleibt gleich. Die Backzeit im Römertopf ändert sich bei vegetarischen Varianten kaum, prüfe nach 40 Minuten einfach die Bräunung. Wichtig ist, dass das Gemüse nicht zu viel Wasser mitbringt. Brate es deshalb vorher an, bis die Flüssigkeit verdampft ist, sonst wird die Lasagne beim Anschneiden wässrig. Eine Prise geräuchertes Paprikapulver oder etwas Sojasoße in der Soße bringt eine herzhafte Note, die sonst das Fleisch liefert.
Gemischtes Gemüse aus der Saison bringt Abwechslung: Im Sommer passen Aubergine und Paprika, im Herbst Kürbis und Pilze. Würze die Gemüsesoße kräftig, da sie weniger Eigengeschmack als Hackfleisch mitbringt.
Was passt zu Lasagne, und kann man sie vorbereiten?
Zu Lasagne passt am besten ein frischer grüner Salat mit einer leichten Vinaigrette, etwa Rucola mit Kirschtomaten. Er bildet einen schönen Kontrast zur reichhaltigen Pasta. Auch Ciabatta oder ein Glas italienischer Rotwein runden das Essen ab. Wenn du gerne Aufläufe aus dem Römertopf machst, probier auch die Cannelloni mit Zucchini in Tomatensoße, eine gefüllte Aubergine mit Linsen oder die Hackbällchen Toscana.
Die Lasagne lässt sich gut vorbereiten. Schichte sie am Vortag, deck den Römertopf ab und stell ihn in den Kühlschrank. Vor dem Backen sollte er etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen, die Backzeit verlängert sich um rund zehn Minuten. Reste halten sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank oder lassen sich portionsweise einfrieren. Auch vegetarische Varianten mit Spinat, Linsen oder Zucchini gelingen im Römertopf hervorragend.
Den Römertopf lässt du nach dem Backen abkühlen. Das glasierte Unterteil darf in die Spülmaschine, den Deckel reinigst du von Hand mit heißem Wasser und einer Bürste, ohne Spülmittel. Angebackener Käse löst sich nach kurzem Einweichen.
Häufige Fragen zur Lasagne aus dem Römertopf
40 bis 50 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze, gestartet im kalten Ofen, bis die Käseschicht goldbraun ist.
Ja. Nimm etwas mehr Soße, damit die Platten genug Flüssigkeit aufnehmen, und rechne mit etwa zehn Minuten längerer Backzeit.
Der Käse ist goldbraun, die Soße blubbert an den Rändern und ein Messer gleitet in der Mitte ohne Widerstand durch.
Ja. Schichte sie am Vortag und stell sie abgedeckt kühl. Vor dem Backen 30 Minuten temperieren, die Backzeit verlängert sich um etwa zehn Minuten.
Cheddar, Mozzarella, Emmentaler oder Gouda. Etwas Parmesan obenauf macht die Kruste besonders kross.
Ja, etwa 15 Minuten. So brennt die unterste Schicht nicht an und die Lasagne gart gleichmäßig.






Das Rezept klingt verlockend. Ich frage mich nur 1. wie groß die Dose Tomaten ist und 2. ob da wirklich nur 250 Gramm Rinderhackfleisch reinkommen (im Vergleich zu 200 g Käse)?
Die Dose ist die Normalgröße (ca. 400 g.) und ja, das ist korrekt. Da der Käse ja schichtweise (steht im Text) und nicht nur obendrauf gegeben wird, werden 200 g benötigt. Sie können das aber handhaben wie Sie das am liebsten mögen. Lassen Sie es sich schmecken.
Wie viele Portionen passen in die große Grillschale.
In die große Grillschale werde 6-8 Portionen passen. Viel Spaß beim Nachmachen.