Sauerteigbrot mit Parmesan und schwarzem Pfeffer

Aufgeschnittenes Pfeffer-Parmesan Brot mit Parmesankruste auf Holzbrett, im Hintergrund geöffneter Gusseisentopf mit Deckel

Pfeffer-Parmesan Brot: Cacio-e-Pepe-Aromen trifft auf klassisches Sauerteigbrot

Cacio e Pepe zählt zu den einfachsten und gleichzeitig raffiniertesten Pasta-Gerichten Italiens. Dieses Brot überträgt genau diese Aromenkombination aus würzigem Parmesan und frisch gemahlenem Pfeffer auf ein klassisches Sauerteigbrot. Der Teig selbst bleibt einfach, während Käse und Pfeffer für den entscheidenden Geschmackskick sorgen.

Eine lange Teigführung macht den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem außergewöhnlichen Brot aus. Nach der Autolyse ruht der Teig zunächst mit Sauerteig und Salz, bevor Parmesan und Pfeffer eingearbeitet werden. Anschließend entwickelt sich der Teig über vier Stunden bei Zimmertemperatur weiter, unterstützt durch regelmäßige Coil Folds, die die Glutenstruktur stärken.

Über Nacht reift der geformte Teigling dann im Kühlschrank, wodurch sich Aroma und Verdaulichkeit zusätzlich verbessern. Diese kalte Gare erlaubt außerdem eine entspannte Zeitplanung: Der Teig lässt sich am Vorabend vorbereiten und am nächsten Tag frisch backen.

Gebacken wird das Brot im Gusseisentopf, der wie ein kleiner Steinbackofen funktioniert. Der geschlossene Deckel hält Feuchtigkeit und Hitze im Inneren, wodurch sich eine kräftige Kruste und eine offene, luftige Krume entwickeln. Wer mehr über Sauerteig und handwerkliches Brotbacken lernen möchte, findet bei Brot-backen.de weiterführende Rezepte und Techniken.

Die Autolyse: Grundlage für eine gute Teigstruktur

Mehl und Wasser verbinden sich in der Autolyse zunächst ohne weitere Zutaten. Diese erste Ruhephase von 30 Minuten lässt das Mehl vollständig Wasser aufnehmen, wodurch sich die Glutenstruktur bereits von selbst zu entwickeln beginnt. Dadurch wird das spätere Einarbeiten von Sauerteig und Salz deutlich einfacher.

Erst nach dieser Ruhezeit kommen Sauerteig und Salz in den Teig. Diese Reihenfolge ist bewusst gewählt, denn Salz würde die Glutenentwicklung während der Autolyse verlangsamen. Nach dem Einarbeiten beider Zutaten folgt eine weitere, 30-minütige Ruhephase, bevor Parmesan und Pfeffer an die Reihe kommen.

Sorgfältiges Einkneten sorgt dafür, dass sich Käse und Gewürz gleichmäßig im gesamten Teig verteilen. Dadurch entsteht später ein Brot, das in jedem Bissen die volle Cacio-e-Pepe-Würze trägt, statt nur punktuell danach zu schmecken.

Angeschnittenes Sauerteigbrot mit Parmesan und Pfeffer auf Holzbrett, daneben Parmesanstück und Käsereibe

Coil Folds und Stockgare: Struktur ohne grobes Kneten

Vier Stunden Stockgare bei Zimmertemperatur geben dem Teig Zeit, an Volumen zuzulegen. Während dieser Phase kommen alle 60 Minuten sogenannte Coil Folds zum Einsatz, eine besonders schonende Falttechnik. Der Teig wird dabei einfach angehoben und wieder abgelegt, wodurch sich die Enden von selbst darunterfalten.

Diese Methode stärkt die Glutenstruktur, ohne den Teig grob zu bearbeiten oder übermäßig viel Gas aus ihm herauszudrücken. Gerade bei einem Teig mit Parmesan und Pfeffer ist diese Schonung wichtig, da zu grobes Kneten die eingearbeiteten Zutaten wieder aus der Struktur lösen könnte.

Nach den vier Stunden lässt sich am Volumen und an der Oberflächenspannung erkennen, ob der Teig bereit zum Formen ist. Ein deutlich sichtbares Wachstum und kleine Luftbläschen an der Oberfläche sind gute Anzeichen dafür.

Pfeffer Parmesan Brot

Rezept von Römertopf Rezeptwelt
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Küche: ItalienischSchwierigkeit: Mittel
Portionen

1

Brot
Zubereitungszeit

30

Minuten
Kochzeit

40

Minuten
Kalorien

210

kcal
Gesamtzeit

1

Stunde 

10

Minuten

Pfeffer-Parmesan Brot im Cacio-e-Pepe-Stil, mit Sauerteig gebacken und über Nacht kalt geführt. Würzige Kruste, luftige Krume, gebacken im Gusseisentopf.

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Zutaten

  • 500 g Weizenmehl Typ 550, backstark

  • 100 g Sauerteigstarter

  • 380 ml Wasser

  • 10 g Salz

  • 60 g geriebener Parmesan

  • 1 TL gemahlener Pfeffer

  • 1 EL geriebener Parmesan (zum Bestreuen)

  • 1/2 TL gemahlener Pfeffer (zum Bestreuen)

Anleitung

  • Mehl und Wasser in einer Schüssel vermengen, bis keine Mehlnester mehr vorhanden sind. Teig 30 Minuten ruhen lassen.
  • Sauerteig und Salz einarbeiten und weitere 30 Minuten ruhen lassen.
  • Parmesan und Pfeffer zum Teig geben und sorgfältig einkneten.
  • Schüssel mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 4 Stunden gehen lassen, dabei alle 60 Minuten dehnen und falten (Coil Folds).
  • Gärkörbchen bemehlen. Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und zu einem Laib formen.
  • Teig von oben zur Mitte falten, dann untere, rechte und linke Seite ebenfalls zur Mitte falten. Alle vier Ecken diagonal zur Mitte einschlagen.
  • Teigling umdrehen und durch vorsichtiges Ziehen über die Arbeitsfläche straffen, bis eine glatte Oberfläche entsteht (Boule).
  • Mit der Naht nach oben in das Gärkörbchen legen, abdecken und 8-12 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.
  • Am nächsten Tag Backofen zusammen mit dem Gusseisentopf auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Heißen Topf vorsichtig aus dem Ofen nehmen, Boden leicht mit Mehl bestäuben.
  • Teigling zügig mit der Naht nach unten in den Topf stürzen und die Oberfläche kreuzweise einschneiden.
  • Mit restlichem Parmesan und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.
  • Deckel aufsetzen und das Brot 20 Minuten backen. Anschließend Deckel abnehmen und weitere 20 Minuten goldbraun backen.
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Formen und kalte Gare: Der Weg zum perfekten Laib

Das Formen zur Boule erfolgt durch eine Reihe gezielter Faltungen. Zunächst faltet sich der Teig von oben zur Mitte, danach folgen die untere, rechte und linke Seite. Abschließend schlagen alle vier Ecken diagonal ein, bevor der Teigling durch vorsichtiges Ziehen über die Arbeitsfläche seine glatte, straffe Oberfläche erhält.

Mit der Naht nach oben wandert der geformte Laib ins bemehlte Gärkörbchen. Acht bis zwölf Stunden im Kühlschrank lassen den Teig langsam weiterreifen, wodurch sich zusätzliche Säure und Aroma entwickeln. Diese kalte Gare verlangsamt die Fermentation gezielt und macht den Teig gleichzeitig einfacher zu handhaben.

Am nächsten Tag lässt sich der straffe, gut geformte Teigling deutlich leichter aus dem Körbchen in den heißen Topf stürzen als ein Teig direkt nach der warmen Gare. Diese Praktikabilität ist einer der großen Vorteile der kalten Führung.

Der Gusseisentopf: Kruste und Krume wie beim Profi

Ein stark vorgeheizter Gusseisentopf simuliert die Bedingungen eines professionellen Steinbackofens. Die gespeicherte Hitze im Ton- oder Gusseisen sorgt dafür, dass der Teig sofort beim Einlegen von allen Seiten gleichmäßig Hitze abbekommt. Genau dieser Hitzeschock ist entscheidend für einen kräftigen Ofentrieb.

Der geschlossene Deckel hält während der ersten 20 Minuten den entstehenden Dampf im Topf. Dadurch bleibt die Teigoberfläche länger elastisch und kann sich besser ausdehnen, bevor die Kruste zu fest wird. Erst nach dieser Dampfphase kommt der Deckel herunter, damit die Oberfläche unter direkter Hitze goldbraun und knusprig ausbacken kann.

Restlicher Parmesan und frisch gemahlener Pfeffer auf der Oberfläche karamellisieren während dieser offenen Backphase leicht. Dadurch entsteht eine würzige, aromatische Kruste, die dem Brot seinen unverwechselbaren Cacio-e-Pepe-Charakter verleiht.

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Häufig gestellte Fragen zum Pfeffer-Parmesan Brot

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