Gebackene Rote Bete mit Labneh und Brombeeren – ein Gericht wie ein Kunstwerk

Gebackene Rote Bete mit cremigem Labneh, frischen Brombeeren, Kürbiskernen und Dill auf weißem Teller von oben

Gebackene Rote Bete mit Labneh: wenn Gemüse zum Highlight wird

Rote Bete polarisiert. Wer sie nur als wässrige Scheibe aus dem Glas kennt, wird von diesem Rezept überrascht sein. Im Multi-Bräter gebacken mit Balsamico, Zwiebeln und Knoblauch entwickelt die Rote Bete ein tiefes, süßlich-erdiges Aroma. Der cremige Labneh darunter gibt Frische und Milde. Die Brombeeren setzen fruchtige, leicht säuerliche Akzente. Geröstete Kürbiskerne und frischer Dill runden das Bild optisch und geschmacklich ab.

Das Ergebnis ist ein Gericht, das so aussieht, als hätte man stundenlang daran gearbeitet. In Wirklichkeit ist die aktive Zubereitungszeit minimal. Das Gericht braucht vor allem Geduld – für das Labneh, das mindestens 4 Stunden abtropft, und für die Rote Bete, die im Tontopf ihre volle Aromatik entfaltet.

Was ist Labneh?

Labneh ist ein abgetropfter Joghurt aus der levantinischen Küche. Durch das Abtropfen verliert der Joghurt Molke und wird cremig, fest und intensiv im Geschmack. Das Ergebnis liegt irgendwo zwischen Frischkäse und griechischem Joghurt – samtig, leicht säuerlich und wunderbar vielseitig. In der israelischen, libanesischen und syrischen Küche ist Labneh ein Grundnahrungsmittel. Als Bett für gebackenes Gemüse ist er ideal.

Wer Labneh zum ersten Mal herstellt, wird überrascht sein, wie einfach es geht. Joghurt mit mindestens 10 % Fett wird in ein mit Küchenkrepp ausgelegtes Sieb gefüllt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Je länger er abtropft, desto fester wird er. Für dieses Rezept reichen 4–6 Stunden.

Rote Bete – vom Alltagsgemüse zum kulinarischen Highlight

Rote Bete gehört zu den unterschätztesten Gemüsesorten überhaupt. Roh hat sie ein erdiges, leicht bitteres Aroma. Beim Backen mit Balsamico karamellisiert ihre natürliche Süße. Sie wird weich, aromatisch und fast schmelzend. Die tiefe rubinrote Farbe ist dabei ein echter Hingucker – besonders auf dem hellen Labneh.

Balsamico und Olivenöl – das Aromafundament

Die Kombination aus Aceto Balsamico und gutem Olivenöl gibt der Roten Bete beim Backen ihr charakteristisches Aroma. Der Balsamico karamellisiert im Tontopf langsam und verleiht den Würfeln eine leicht süßliche Glasur. Die Essigsäure verschwindet beim Backen fast vollständig – was bleibt, ist ein komplexes, tiefes Aroma.

Das Olivenöl transportiert die Aromen von Zwiebeln und Knoblauch gleichmäßig an die Rote Bete. Wer ein besonders gutes Olivenöl verwendet, schmeckt den Unterschied deutlich. Kaltgepresstes Öl aus dem Mittelmeerraum ist die erste Wahl für dieses Rezept. Für die Aufbewahrung von hochwertigem Öl und anderen Vorräten eignen sich gut verschließbare Gläser – eine große Auswahl findet sich bei Flaschen, Gläser und Dosen.

Gebackene Rote Bete mit Kürbiskernen im Römertopf Multi-Bräter, daneben cremiger Labneh mit Dill und frische Brombeeren

Brombeeren – der fruchtige Kontrapunkt

Brombeeren und Rote Bete klingen ungewöhnlich zusammen – und schmecken umso überraschender. Die Beeren bringen eine frische, leicht säuerliche Note ins Spiel, die die Erdigkeit der Roten Bete wunderbar ausbalanciert. Gleichzeitig harmonieren die tiefen Rottöne beider Zutaten optisch auf dem Teller.

Frische Brombeeren aus der Saison sind die erste Wahl. Von Juli bis Oktober sind sie auf Märkten und in Supermärkten gut erhältlich. Außerhalb der Saison funktionieren tiefgekühlte Brombeeren ebenfalls. Sie werden vor dem Anrichten einfach aufgetaut. Der leichte Saft, der beim Auftauen entsteht, gibt dem Gericht zusätzliche Frische und Farbe.

Gebackene Rote Bete mit Labneh und Brombeeren

Rezept von Römertopf Rezeptwelt
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Küche: Levantinisch, VegetarischSchwierigkeit: Einfach
Portionen

2

Portionen
Zubereitungszeit

15

Minuten
Kochzeit

40

Minuten
Kalorien

385

kcal
Gesamtzeit

55

Minuten

Gebackene Rote Bete mit cremigem Labneh, frischen Brombeeren, Kürbiskernen und Dill – aromatisch aus dem Multi-Bräter. Ein raffiniertes vegetarisches Gericht, das optisch beeindruckt und geschmacklich überrascht.

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Zutaten

  • 500 g Rote Bete, vorgegart

  • 1 Stück rote Zwiebel, klein

  • 1 Stück Knoblauchzehe

  • 2 EL Olivenöl

  • 2 EL Aceto Balsamico

  • 1 Prise Salz

  • 1 Prise Pfeffer

  • 1 Handvoll Kürbiskerne

  • 125 g Brombeeren

  • 3 Stängel Dill

  • 500 g Joghurt (10% Fett)

  • 0.5 TL Salz

  • 2 EL Olivenöl

  • etwas frische Petersilie

Anleitung

  • ür das Labneh ein feines Sieb mit Küchenkrepp auslegen. Joghurt hineinfüllen, Sieb über eine Schüssel hängen und im Kühlschrank mindestens 4–6 Stunden abtropfen lassen. Wer mag, kann den Joghurt bis zu 12 Stunden hängen lassen – so wird er besonders fest. Anschließend aus dem Sieb nehmen, mit Salz verrühren und etwas Olivenöl hinzugeben.
  • Den Deckel des Multi-Bräters wässern. Die Rote Bete in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch pellen und fein hacken. Alles in den Multi-Bräter geben. Öl, Essig sowie etwas Salz und Pfeffer hinzugeben und gut vermengen. Die Kürbiskerne grob hacken und darüber geben.
  • In den kalten Ofen stellen, Deckel schließen und bei 200 °C Umluft 25 Minuten backen. Dann den Deckel abnehmen und weitere 10–15 Minuten backen.
  • Zum Servieren den Dill fein hacken. Den Labneh auf Teller verteilen, die Rote Bete daraufgeben und mit Brombeeren und Dill anrichten. Mit etwas Olivenöl beträufeln.
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Kürbiskerne und Dill – der letzte Schliff

Grob gehackte Kürbiskerne geben dem Gericht Crunch und eine nussige Note. Sie werden direkt auf die Rote Bete im Tontopf gegeben und backen mit. Dabei entwickeln sie ein leicht geröstetes Aroma. Wer mag, röstet sie vorher kurz in einer trockenen Pfanne – das intensiviert ihr Aroma nochmals.

Frischer Dill ist das Kräuter-Topping, das dieses Gericht zusammenbringt. Sein anisähnliches, leicht süßliches Aroma passt hervorragend zu Rote Bete und Labneh. Fein gehackt wird er großzügig über das angerichtete Gericht gegeben. Wer kein Dill mag, kann auch frische Petersilie verwenden – der Charakter des Gerichts bleibt erhalten.

Anrichten und Servieren

Das Anrichten macht einen großen Teil der Wirkung dieses Gerichts aus. Den cremigen Labneh großzügig auf dem Teller verteilen. Die warme Rote Bete daraufgeben. Brombeeren dazwischen legen. Dill darüberstreuen. Ein Schuss Olivenöl über alles – fertig ist ein Teller, der nach Fine Dining aussieht.

Das Gericht schmeckt als Vorspeise, als leichtes Hauptgericht oder als Teil einer vegetarischen Tafel. Mit einem guten Brot als Begleiter wird es zur vollwertigen Mahlzeit. Wer selbst backen möchte, findet bei Brot-backen.de viele Rezepte für rustikale Brote, die ideal zur Roten Bete passen. Das Gericht schmeckt übrigens auch kalt – als Salat am nächsten Tag ist es mindestens genauso gut.

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Häufig gestellte Fragen zu gebackener Roter Bete mit Labneh

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