Kerniges Roggenbrot mit Nüssen aus dem Römertopf

Ein Laib Brot, teilweise geschnitten, auf einem Holzbrett neben einem Römertopf und einem Brotmesser.

Herzhaft, nussig und wunderbar saftig

Wenn Sie ein Brot suchen, das nicht nur satt macht, sondern mit jedem Bissen ein neues Geschmackserlebnis bietet, sind Sie hier genau richtig. Dieses Roggenbrot aus dem Römertopf vereint die urige Kraft von Roggenvollkorn- und Dinkelmehl mit dem feinen Crunch von Walnüssen und Haselnüssen. Der Römertopf sorgt dabei für das perfekte Klima: Er hält die Feuchtigkeit im Inneren, sodass eine unglaublich saftige Krume entsteht, während außen eine rsche Kruste auf den Anschnitt wartet. Ob zum Frühstück oder als rustikales Abendbrot – dieses Brot ist ein echter Charakter-Darsteller.

Die Mühe lohnt sich: Warum Roggenteig Geduld braucht

Wir wollen ehrlich sein: Die Zubereitung von Roggenteigen ist die Königsdisziplin. Da der Teig durch den hohen Roggenanteil mehr klebt als reiner Weizenteig und etwas mehr Zeit zum Gehen benötigt, ist er etwas anspruchsvoller in der Handhabung. Aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken! Das Ergebnis entschädigt für jede Minute Wartezeit. Sie halten am Ende ein nahrhaftes, kräftiges Brot in den Händen, das geschmacklich weit über jedem Supermarkt-Brot steht.

Geschmacksharmonie: Wenn Nüsse auf Sauerteig treffen

Das Besondere an diesem Rezept ist das Zusammenspiel der Aromen.

  • Die Basis: Das Roggenvollkornmehl liefert die herzhafte, leicht herbe Note.
  • Das Highlight: Die Walnüsse und Haselnüsse bringen nicht nur eine spannende Textur in die weiche Krume, sondern steuern auch einen leicht süßlichen Geschmack bei. Diese Kombination macht das Brot extrem vielseitig. Es passt hervorragend zu deftigen Belägen wie würzigem Bergkäse oder Schinken, harmoniert aber durch die Nüsse auch überraschend gut mit süßem Honig oder einfach frischer Butter.

Warum der Römertopf der beste Freund des Roggenbrotes ist

Wer schon einmal versucht hat, ein reines Roggenbrot frei im Ofen zu schieben, kennt das Problem: Es neigt dazu, trocken zu werden oder flach zu laufen. Hier spielt der Römertopf seine volle Stärke aus. Da der Tontopf vor dem Backen gewässert wird, gibt er die gespeicherte Feuchtigkeit während des Backens permanent als feinen Dampf an den Teig ab.

  • Die perfekte Kruste: Durch das feuchte Klima bleibt die Teighaut lange elastisch, das Brot kann optimal aufgehen, ohne sofort zu verkrusten.
  • Die saftige Krume: Der geschlossene Deckel schützt das Brot vor dem Austrocknen. Gerade bei Roggenbroten, die eine längere Backzeit benötigen, ist das entscheidend. So erhalten Sie innen eine weiche, wattige Krume, die im tollen Kontrast zur kräftigen Kruste steht.
  • Gleichmäßige Hitze: Der Ton speichert die Wärme und gibt sie gleichmäßig von allen Seiten ab. Das sorgt für ein durchgebackenes, aber nie verbranntes Ergebnis.

Anleitung: So gelingt der Roggenteig perfekt

Roggenteig ist eine „Diva“ unter den Brotteigen – er verhält sich anders als Weizenteig. Er klebt mehr und benötigt mehr Zuwendung. Mit diesen Schritten meistern Sie ihn jedoch problemlos.

1. Die Vorbereitung: Wärme ist der Schlüssel

Roggenmehl und Hefe mögen es kuschelig. Verwenden Sie unbedingt lauwarmes Wasser, um die Hefe optimal zu aktivieren und den Gärprozess in Gang zu bringen. Zu kaltes Wasser lässt den schweren Roggenteig „sitzen“, zu heißes zerstört die Hefekulturen.

2. Das Kneten: Ausdauer gefragt

Hier ist Geduld die wichtigste Zutat. Anders als bei schnellen Weizenbroten sollten Sie diesen Teig in der Küchenmaschine mindestens 10 Minuten kneten lassen.

  • Warum? Durch das lange Kneten verbinden sich die Bestandteile optimal und die Klebereiweiße (auch wenn Roggen weniger davon hat als Weizen) werden bestmöglich aktiviert. Das sorgt später für eine stabile Struktur.
  • Tipp: Geben Sie die Nüsse (Walnüsse und Haselnüsse) erst ganz zum Schluss dazu und kneten Sie sie nur kurz unter, damit sie schön knackig bleiben und den Teig nicht verfärben.

3. Die Ruhezeit: Volumen entwickeln

Lassen Sie den Teig an einem warmen Ort abgedeckt gehen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat. Roggen geht oft etwas langsamer auf als Weizen – geben Sie ihm die Zeit, die er braucht. Das Volumen, das er jetzt gewinnt, sorgt später für die Lockerheit.

4. Das Backen im Römertopf

Wässern Sie den Deckel Ihres Römertopfs ausreichend (ca. 10–15 Minuten). Fetten Sie die Form gut aus oder nutzen Sie Backpapier, da Roggenteig gerne anhaftet. Geben Sie den geformten Laib hinein, Deckel drauf und ab in den Ofen. Die Feuchtigkeit im Topf erledigt nun den Rest für Sie und zaubert ein aromatisches, saftiges Brot.

Saftiges Roggenbrot mit Nüssen aus dem Römertopf

Rezept von Felix` Kochbook
4.5 von 16 Bewertungen
Portionen

1

Brot
Zubreitungszeit

3

Stunden 

30

Minuten
Kochzeit

40

Minuten

Herzhaftes Roggenvollkorn- und Dinkelmehl trifft auf knackige Walnüsse und Haselnüsse. Dank der schonenden Backweise im Römertopf bleibt dieses Brot innen tagelang saftig und bekommt außen eine herrlich krosse Kruste. Perfekt für ein rustikales Abendbrot.

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Zutaten

  • 10 g frische Hefe

  • 280-300 ml Wasser

  • 1 TL Zucker

  • 250 g Dinkelmehl, Typ 630

  • 250 g Roggenvollkornmehl

  • 1 TL Salz

  • 50 g Walnüsse

  • 50 g Haselnusskerne

Anleitung

  • Zunächst die Hefe zusammen mit dem Zucker in einem Gefäß mit dem Wasser auflösen und für 10 Minuten stehen lassen bis sich Schaum an der Oberfläche gebildet hat.
  • In der Zwischenzeit die beiden Mehle und das Salz in einer Rührschüssel mischen. Die Nüsse grob hacken.
  • Dann alles in die Küchenmaschine einspannen und zu einem Teig verkneten. Das Wasser-Hefe-Gemisch nach und nach hinzugeben, bis ein glatter Teig entstanden ist. Diesen etwa 10 Minuten kneten lassen.
  • Anschließend zu einem Brot formen und abgedeckt für mindestens 3 Stunden gehen lassen.
  • Nach etwa 2 Stunden den Deckel vom Brottopf für 10 Minuten wässern. Den Brottopf dann im Ofen bei 250 °C Ober- / Unterhitze für 45 Minuten vorheizen.
  • Das Brot in den heißen Topf legen und diesen dann mit dem Deckel verschließen. Für 20 Minuten backen. Nun den Deckel abnehmen und die Hitze auf 200 °C reduzieren. Für weitere 20 Minuten backen.
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Ein Fest für die Sinne: Kruste, Krume & Crunch

Dieses Brot lebt von seinen Kontrasten. Die Kombination aus Roggenvollkorn- und Dinkelmehl sorgt für eine tiefdunkle, aromatische Krume, die durch die lange Backzeit im Römertopf wunderbar saftig bleibt. Der eigentliche Star sind jedoch die Nüsse. Während der Teig weich und wattig ist, sorgen die Walnüsse und Haselnüsse für den spannenden „Crunch“ bei jedem Bissen.

  • Walnüsse: Bringen eine leicht herbe, buttrige Note mit, die perfekt mit der Säure des Roggens harmoniert.
  • Haselnüsse: Sorgen für ein festes, erdiges Aroma, das durch das Rösten im Backofen noch intensiviert wird.

Geduld wird belohnt: Wann schmeckt es am besten?

Bei einem Brot mit hohem Roggenanteil gilt eine goldene Regel: Schneiden Sie es niemals heiß an! Roggengebäcke müssen „nachreifen“. Wenn das Brot aus dem Ofen kommt, ist der Prozess im Inneren noch nicht abgeschlossen. Die Feuchtigkeit verteilt sich erst beim Abkühlen gleichmäßig in der Krume. Schneiden Sie zu früh, riskieren Sie, dass das Messer verklebt und die Schnittfläche „teigig“ wirkt, obwohl das Brot gar ist.Unser Genuss-Tipp: Lassen Sie das Brot vollständig auskühlen. Am allerbesten schmeckt es sogar erst am nächsten Tag, wenn die Aromen der Nüsse und des Roggens Zeit hatten, sich voll zu entfalten.

So bleibt Ihr Nussbrot tagelang frisch

Dank des Roggenmehls und der Nüsse (die durch ihren Fettgehalt die Krume geschmeidig halten) ist dieses Brot ein wahres Frischhaltewunder. Es trocknet deutlich langsamer aus als reine Weizenbrote.

  • Lagerung: Bewahren Sie es am besten in einem Brotkasten aus Ton oder Keramik auf. Auch der ausgekühlte, trockene Römertopf selbst ist ein idealer Lagerort.
  • Vermeiden Sie Plastik: In Plastiktüten wird die knusprige Kruste schnell weich und zäh. Geben Sie dem Brot Luft zum Atmen.

Variationen: Ihr persönliches Nussbrot

Das Rezept mit Walnüssen und Haselnüssen ist ein Klassiker, aber Sie können es ganz nach Vorratsschrank anpassen:

Süßes Extra: Für ein herbstliches Früchtebrot können Sie eine Handvoll Rosinen,

Andere Nüsse: Haben Sie keine Haselnüsse da? Ersetzen Sie sie durch Mandeln oder Cashewkerne für eine mildere Note. Auch Pekannüsse sind eine tolle, etwas süßere Alternative zur Walnuss.

Saaten-Mix: Wer es körniger mag, kann zusätzlich 2–3 Esslöffel Sonnenblumenkerne oder Leinsamen in den Teig geben. Beachten Sie dann aber, evtl. einen kleinen Schluck mehr Wasser hinzuzufügen, da die Saaten Flüssigkeit binden.

Häufige Fragen (FAQ) zum Roggen-Nussbrot

Warum klebt mein Teig so stark?

Keine Sorge, das ist völlig normal! Roggenmehl bildet kein so stabiles Klebergerüst wie Weizenmehl. Roggenteige sind von Natur aus „schmieriger“ und klebriger. Versuchen Sie nicht, das durch Unmengen an extra Mehl zu beheben, sonst wird das Brot trocken. Befeuchten Sie Ihre Hände beim Formen lieber mit Wasser, das hilft Wunder.

Muss ich den Römertopf wirklich wässern?

Ja, unbedingt. Der Römertopf besteht aus offenporigem Ton. Durch das Wässern saugt er sich voll und gibt diese Feuchtigkeit während des Backens als Dampf an das Brot ab. Dieser „Dampfback-Effekt“ sorgt dafür, dass das Brot optimal aufgeht und eine krosse Kruste bekommt, ohne auszutrocknen.

Kann ich auch nur eine Nusssorte verwenden?

Absolut. Wenn Sie allergisch sind oder nur Walnüsse im Haus haben, nehmen Sie einfach die Gesamtmenge an Nüssen von einer Sorte. Das Rezept gelingt genauso gut.

Das Brot ist unten zu hell – was tun?

Der Römertopf isoliert die Hitze manchmal etwas stärker am Boden. Wenn Sie eine dunklere Unterkruste möchten, nehmen Sie das Brot ca. 10 Minuten vor Ende der Backzeit vorsichtig aus dem Topf und backen es auf dem Rost fertig. Alternativ: Heizen Sie beim nächsten Mal den Ofen etwas länger vor oder stellen Sie den Topf auf die unterste Schiene.

6 Gedanken zu „Kerniges Roggenbrot mit Nüssen aus dem Römertopf“

    1. Die Römertopf Rezeptwelt

      Das ist kein Problem. Man sollte nicht kaltes Wasser oder so in den heißen Römertopf gießen. So ist es gar kein Problem.

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